Bezirksapostel Bernd KobersteinGießen – Siegen – Wetzlar. Rund 9 Jahre war Bezirksapostel Bernd Koberstein als Kirchenpräsident für die seelsorgerische Betreuung von mehr als hunderttausend neuapostolischen Christen verantwortlich. Am 25. Februar 2018 wird der 65-jährige in einem Festgottesdienst, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Jean-Luc Schneider, feiert, in den Ruhestand versetzt. Der Gottesdienst in der Aula der Hochschule Dieburg beginnt um 10:00 Uhr und wird in zahlreiche neuapostolische Kirchengemeinden per Satellit live übertragen.

Im Gießener Kirchenbezirk kann er in folgenden Gemeinden mitgefeiert werden:

  • Betzdorf, Luisenstraße 2
  • Biebertal-Krumbach, Waldhausstraße 6
  • Butzbach, Kantstraße 14
  • Gießen-Süd, Händelstraße 1
  • Gießen-Wieseck, Wilhelm-Liebknecht-Straße 45
  • Herborn, Konrad-Adenauer-Straße 54
  • Hohenahr-Erda, Am Beerengraben 8
  • Hungen, Müllerweg 2
  • Lich, Bahnhofstraße 32
  • Olpe, Lindenstraße 19
  • Pohlheim-Watzenborn-Steinberg, Fahrtgasse 23a
  • Siegen, Koblenzer Straße 152
  • Wetzlar, Neustadt 53

Bernd Koberstein stammt aus Kassel und lebt heute in Bensheim. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seine kirchliche Amtstätigkeit begann mit der Ordination zum Diakon im Jahr 1972. Im Lauf der Jahre diente er den neuapostolischen Gemeinden und Bezirken als Priester, Gemeindeevangelist, Bezirksevangelist und Bischof. Die Aufgabe als Seelsorger verrichtete Bernd Koberstein zunächst – wie in der Neuapostolischen Kirche üblich – ehrenamtlich, bis er 2003 in den hauptamtlichen Kirchendienst gerufen wurde. Zuvor arbeitete der gelernte Diplom-Finanzwirt für die Hessische Finanzverwaltung, zeitweise in der Oberfinanzdirektion Frankfurt und als Dozent der Fachhochschule der hessischen Finanzverwaltung. Zum Kreis der leitenden Ämter der Neuapostolischen Kirche gehört Bernd Koberstein seit seiner Ordination im Jahr 2006 zum Apostel für Südhessen. 2009 wurde er als Bezirksapostel mit der Leitung der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland beauftragt und zugleich in das oberste Entscheidungsgremium der weltweit rund 9 Millionen Mitglieder zählenden Kirche berufen. Zu den von ihm betreuten Ländern gehören auch Frankreich, Belgien, Luxemburg, Griechenland, Türkei sowie mehrere westafrikanische Länder wie Senegal, Mali und Niger.

Jesus Christus als Mittelpunkt

Bezirksapostel Bernd KobersteinNeben der Leitungsaufgabe als Kirchenpräsident besuchte Bezirksapostel Bernd Koberstein regelmäßig die neuapostolischen Gemeinden seines Bereichs und feierte mit ihnen Gottesdienste. Seine Predigten stellten die Lehre und das Leben von Jesus Christus in den Vordergrund. „Es war mir als Bezirksapostel stets ein großes Anliegen, den Sohn Gottes in den Mittelpunkt zu stellen und die Verbindung der Gläubigen mit ihm zu festigen. Von Jesus zu lernen ist von unschätzbarem Wert für unser Leben. Es ist zugleich die beste Vorbereitung auf seine Wiederkunft“, beschreibt Bernd Koberstein einen Kernpunkt seines Dienens. Dabei war ihm die Nähe zu den Menschen wichtig und er suchte engen Kontakt mit Gottesdienstbesuchern, Amtsträgern und Jugendlichen. Auch für die Förderung der Kinder setzte er sich besonders ein. Mit seinem Amtskollegen aus Südafrika, Bezirksapostel Noel Barnes, rief er das Projekt Kids4Africa ins Leben, im Rahmen dessen nahezu 600 Kinder aus Europa und Südafrika im Dezember 2015 auf eine gemeinsame Konzertreise gingen, um für ein Kinderkrankenhaus in Kapstadt Spenden zu sammeln.

Katechismus und Ökumene

Für die Neuapostolischen Kirche International betreute Bernd Koberstein unter anderem die Arbeitsgruppe „Glaubensfragen“ und er war bei der Erstellung des neuapostolischen Katechismus eingebunden. Auch die Weiterentwicklung guter Verbindungen mit anderen Kirchen und die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gehörten zu Schwerpunkten während der Amtszeit des Bezirksapostels.

Seinen letzten Gottesdienst feiert Bernd Koberstein am Mittwoch, den 21. Februar 2018 um 20:00 Uhr in der neuapostolischen Kirche in Wiesbaden (Schiersteiner Straße 40).

Die Nachfolge des scheidenden Bernd Koberstein übernimmt der 60-jährige  Bezirksapostel Rainer Storck. Er leitete seit 2014 die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen und betreut künftig den zwischenzeitlich fusionierten Bereich der vier Bundesländer, die künftig unter dem Namen Neuapostolische Kirche Westdeutschland zusammengehören. Rainer Storck ist verheiratet und hat 3 erwachsene Kinder. Er stammt aus Kamp-Lintfort und wohnt heute in Rheinberg.

Hintergrund:

Die Neuapostolische Kirche ist eine internationale Kirche, die 1863 aus der Katholisch-apostolischen Gemeinde in Hamburg hervorgegangen ist. Wie die frühen christlichen Gemeinden wird sie von Aposteln geleitet. Die Lehre der Kirche gründet dabei auf der Bibel; in den Gottesdiensten werden das Evangelium Jesu und die Hoffnung auf sein Wiederkommen gepredigt. Mit den Mitgliedern anderer Kirchen sind neuapostolische Christen über das Sakrament der Wassertaufe verbunden, die gegenseitig anerkannt ist.

Die Neuapostolische Kirche legt Wert auf eigenverantwortliches Handeln ihrer Mitglieder. Sie verhält sich parteipolitisch neutral und finanziert sich aus freiwilligen Spenden. Derzeit gehören weltweit nahezu neun Millionen Christen zur Neuapostolischen Kirche.

(Bericht: Dr. Pascal Strobel, Foto: Neuapostolische Kirche Westdeutschland)

Monatsplakat August

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